Hanyang meets Johannes

Johannes über die Verbindung von Klavierspielen und Maschinenbau und was Mathematik die Musik beflügelt oder umgekehrt. 

Spielst du ein Instrument?
Welches Projekt fandest du in deinem Studium bisher am Interessantesten?
Was interessiert dich besonders an deinem Studiengang?
Was interessiert dich besonders an deinem Studiengang?

In welchem Zeitraum hast Du die GE Hardt besucht?

Ich besuchte die Ge-Hardt  2005 bis 2011

Kannst Du uns einen stichwortartigen Überblick über deine Zeit nach dem Abi geben?

Bewerbungen, Praktikum, Urlaub, Wohnungssuche

Welche Leistungskurse hattest Du belegt? War die Wahl Interessen-, Lehrer- oder Notenbezogen?

Mathematik und Physik. Die Wahl war hauptsächlich Interessenbezogen, aber auch die Lehrer haben eine Rolle gespielt und mitgewirkt, diese Interessen zu wecken und zu fördern.

Wie bist du zu diesem Studiengang/Beruf gekommen?

Die Interessen waren schon früh vorhanden. Irgendwann fingen die Gespräche mit Freunden und Familie an, was man später machen will. Bei mir hat sich schnell der Wunsch gefestigt, im Ingenieursbereich zu arbeiten.

Hast du dich schon früher, vor dem Studium/Ausbildung viel damit beschäftigt?

Das Interesse an technischen Fragestellungen ist schon seit der Kindheit vorhanden. S.o.

Welche Aspekte waren bei der Berufswahl für dich entscheidend?

Ich möchte verstehen können, wie die verschiedensten Systeme funktionieren und einen tieferen Einblick in die technischen Gebiete erlangen, welche uns im Alltag begleiten. Dafür hat dieses Studium die beste Grundlage geboten. Außerdem ist es unglaublich spannend, die Zukunft mitgestalten zu können.

Was interessiert dich besonders an deinem Studiengang/Beruf?

Das Schöne an dem Studium ist die Vielfältigkeit. Deshalb lässt sich das so pauschal nicht beantworten.

Wie hast du dir damals dieses Studium/Beruf vorgestellt? Haben sich deine Vorstellungen bewahrheitet?

Viele Freunde von mir sind ähnlichen oder gleichen Studiengängen. Dadurch könnte ich mir vorab schon ein Bild machen. Mir wurde von einem immensen Lernaufwand berichtet, also habe ich mich auf das Schlimmste eingestellt. Es ist schon sehr viel wissen, was in kürzester Zeit angeeignet werden muss, aber es ist machbar. Allerdings findet sich selten eine gute Note als Belohnung. Durchfallquoten von 50% sind keine Ausnahme. Also geht es nur ums Bestehen. Der Lernaufwand ist deutlich höher als in der Abiturphase, aber man Wächst mit einen Herausforderungen.
In meiner Vorstellung saßen Studenten wissenshungrig in Vorlesungen und schreiben alles mit. Leider hat sich die Vorstellung schnell gelegt, weil die Vorlesungen nicht zur Klausurvorbereitung dienen und die sich die Zeit in Vorlesungen schnell als verschwendet herauskristallisiert.
Mein Wunsch, die Welt besser verstehen zu können, wurde auch erfüllt. Durch die Breite und den Aufbau des Studiums, erlangt man ein weit gefächertes Wissen und eine rationale und analytische Denkstruktur, die einem hilft, komplexe Sachverhalte zu verstehen. Leider ist der interdisziplinäre Austausch, auf den ich mich gefreut hatte, etwas verloren gegangen, weil die Maschinenbaufakultät in Aachen sehr groß ist und im Studium wenig Kontakt zu fachfremden Personen aufkommt. In Aachen gibt es so gut wie keine Anwesenheitskontrollen. Also steht hier ein sehr selbstbestimmtes Leben im Vordergrund. Die Uni und das Studium im allgemeinem lassen einem sehr viele Freiheiten, mit denen manche Studenten erstmal nicht zurechtkommen.

Dabei geht es auch um die Freiheit, in der Woche bis spät in die Nacht zu feiern, aber auch die Disziplinen in der Klausurphase über Monate hinweg von morgens bis abends zu lernen. Ein Wochenende gibt es in der Zeit nicht.

Bist du mit deiner Studien-/Berufswahl und deinem Studium/Ausbildung zufrieden?

Ja sehr. Das Studium hat zwar neben der Vielzahl interessanter Fächer auch etwas uninteressantere Fächer, aber das ist in jedem Studium so.

Welchen Bereich deines Studiums/ deiner Ausbildung/deines Berufes findest du besonders spannend?

Leider gibt es zu viele spannende Bereiche in dem Studium. Im fünften Semester muss eine Vertiefungsrichtung gewählt werden. Die Entscheidung fiel mir sehr schwer. Schlussendlich habe ich mich für den Bereich der Produktionstechnik entschieden.

Welches Projekt fandest du in deinem Studium/Ausbildung/Beruf bisher am interessantesten?

In meinem jetzigen Hiwi-Job habe ich Kontakt zu vielen verschiedenen Firmen. Dabei handelt es sich nicht nur um produzierende Unternehmen, sondern auch um beratende Firmen. Dadurch treffe ich viele interessante Leute und darf denen moderne bis futuristische Produktionssysteme vorstellen. Alles im Sinne der Industrie 4.0.
Außerdem haben ich in einem Team eine Projektarbeit verwirklicht, bei der wir über die Interaktion mit Licht musizieren können. Ein sehr spannendes Projekt, weil es das erste Mal war, etwas im Team von Grund auf selbst zu entwickeln und zu fertigen. Schlussendlich haben wir die Möglichkeit bekommen, das Projekt weiterhin zu verfolgen.

Woran arbeitest du im Moment?

In der Demonstrationsfabrik (Hiwi Job) und am Lehrstuhl Technologie Optischer Systeme. Siehe 8.

Welche Tipps würdest du Schülern und Schülerinnen bezüglich der Berufswahl geben?

Früh darauf achten, wo die Interessen liegen. Dabei vielleicht nicht unbedingt über Praktika gehen, da dort oft ein falscher Eindruck vermittelt wird. Vielleicht eher Kontakt zu Erwachsenen suchen, die in den dich interessierenden Bereichen arbeiten. Schlussendlich muss die Entscheidung selbst getroffen werden und nicht fremdbestimmt durch andere. Außerdem nicht scheuen etwas Auszuprobieren. Ein Wechsel des Studiums ist zwar immer mit Aufwand verbunden, aber auf garkeinem Fall ein Schritt vor dem man sich scheuen sollte. Außerdem sollte nochmal darüber nachgedacht werden, ob ein Studium das Richtige für einen ist. Es gibt auch viele gute und interessante Ausbildungen.

Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Das ist noch Zukunftsmusik. Wahrscheinlich in meinem ersten oder zweiten Job.