KULTUR GEBLOGGT

Jede Woche neu inszeniert. Was geht in Kultur, MUST SEEs und MUST BEs für Euch gefiltert und gezoomt.

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Bock auf St.Patricks Day?

Ich weiß nicht, ob es an meinen irischen Genen, an meinem Zweitnamen Patrick oder doch an meinem Verlangen nach einem kalten, leckeren Guiness liegt: Für mich ist der St. Patricks Day einer der Schönsten Tage im Jahr. Damit es für Euch hoffentlich auch einer wird, habe ich hier mal die besten Locations für eine gute Nacht mit ganz vielen irischen Kobolden und guter Musik rausgesucht.

Das meiste bietet auf der Fall der Pub The Pogs in Mönchengladbach-Wheydt. Morgen um 19:00 Uhr werden die Türen geöffnet, ab 22:00 spielt Irish Maiden. Am Einlass gibt es coole Guinness und Murphy´s Hüte, damit auch der Irische Look stimmt.

Auch Club Krümel, mitten in der Altstadt, feiert dieses Jahr zum ersten Mal den St. Patricks Day.

Wem Gladbach zu lahm ist, der hat auch in Düsseldorf verschieden Anlaufstellen, wie z.B. den ältesten Pub NRWs Fatty’s Irish PubO‘ Reilly’s Irish Pub oder auch dem McLaughlins.

Viel Spaß beim Feiern! #HappyStPatricksDay

Foto: Fritz SchumannFoto: Fritz Schumann

Der Barbier von Sevilla

Bevor ich hier irgendwas schreibe, kurz zum Festhalten: Dies war meine erste Oper. Nicht, dass das eine Rolle spielt, aber anscheinend muss man sich ja an Opern gewöhnen. Das sagen zumindest die Opas, also die Leute von der Oper selbst. Und gerade Der Barbier von Sevilla soll die perfekte „Einstiegsoper“ sein, die Oper für alle, die Opern nicht „gewöhnt“ sind. Ja gut, das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Kurz gefasst, ist es die Geschichte eines Inkognito-Grafen, der seine Geliebte Rosina von ihrem Verlobten Bartolo befreien möchte, sie hat sich nämlich auch in ihn verliebt. Was nach einem Disney-Film klingt, wurde hier als Oper im Theater Mönchengladbach inszeniert. Erstaunlich, dass der Hipster-Bart des Figaros in unsere heutige Zeit so perfekt passt. Besonders überrascht hat mich die moderne Umsetzung des Stücks. Anstatt aufwendigen Requisiten, wurde einfach ein großer Blue-Screen verwendet. Auch die Übersetzungen sollten vermutlich die Jugendlichen in’s Theater bringen, so fielen des Öfteren die Worte „besoffen“ und „alter“. Ist es komisch, dass ich mir eine klassische altmodische Version gewünscht hätte? Vielleicht liegt das an meinem Tumblr-Hipster-Denken. Altmodisch ist Vintage und Vintage ist in. Besonders die zweite Hälfte hat mich begeistert, begeistert im Sinne von mein-Geist-verlässt-meinen-Körper. Nicht weil die Arien nicht gut waren, auch nicht der Story wegen. Opern sind nunmal nicht everybody’s cup of tea. Mein Tee war’s eigentlich, wahrscheinlich muss ich ihn noch ein bisschen ziehen lassen, um ihn genießen zu können.