STANDPUNKT live vor Ort: Stimmen, Eindrücke und Begegnungen vom Eröffnungstag
Schon kurz nach der Eröffnung der neuen Stadtteilbibliothek Rheydt am 15. Juli wurde deutlich, wie groß das Interesse der Menschen ist. Zahlreiche Besucher:innen erkundeten die neuen Räumlichkeiten im ehemaligen Karstadt-Gebäude und machten die Bibliothek direkt zu einem neuen Treffpunkt im Stadtteil. STANDPUNKT war den ganzen Tag live vor Ort. Die Redakteurinnen Elif, Annika, Ida, Amelie und Teodora haben die Eröffnung mit Kamera und Mikrofon begleitet, Gespräche geführt, Eindrücke gesammelt und die Stimmung des Tages live eingefangen. Entstanden ist eine multimediale Reportage mit Interviews, Audios und einer Fotostrecke, direkt aus der neuen Stadtteilbibliothek Rheydt.












Ein Ort, der Rheydt verändern soll
Die Eröffnung der Stadtteilbibliothek ist Teil der Entwicklung des Rheydter Zentrums. Mit dem neuen Standort direkt am Marktplatz zieht die Bibliothek mitten in den Stadtraum und wird für viele Menschen sichtbarer und leichter erreichbar.
Eine Vertreterin des Vereins zur Leseförderung sieht darin eine große Chance: „Es war auf jeden Fall immer im Gespräch, dass der Marktplatz belebt werden soll, indem die Bibliothek runterzieht. Und wir sind nun mal auch die Ersten, die jetzt quasi das Karstadt-Gebäude wieder hier unten ein bisschen füllen, bevor der Rest auch gespielt wird.“

Für sie bedeutet der neue Standort vor allem mehr Sichtbarkeit: „Ich glaube, dass viel geschehen wird in Sachen wie Sichtbarkeit. Wir hoffen natürlich auch, dass unsere Mission ein bisschen mehr in die Welt getragen wird mit der Leseförderung und auch die Medien zu vermitteln, die Kompetenzen, die damit einhergehen, und auch Rheydt ein bisschen schöner zu machen.“
Eine Bibliothek für alle
Die neue Stadtteilbibliothek soll Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Hintergründen ansprechen. Barbara Schwinges, verantwortlich für Programmmanagement und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtbibliothek, erklärt im Gespräch mit STANDPUNKT, warum die Zielgruppe bewusst breit gedacht ist: „Das Schöne ist, dass wir als Stadtbibliothek ein Ort für alle sind. Und es gibt gar keine ausgewählten Zielgruppen. Wir sind für jung, für alt, für alle Kulturen, für alle Menschen, die uns besuchen möchten, ein Ort der Begegnung.“

Auch die Gestaltung des Hauses und das Programm orientieren sich an diesem Gedanken: „Dementsprechend ist unser Haus und das Programm des Tages gestaltet – unsere Ausrichtung ist immer diese.“
Damit möglichst viele Menschen von den Angeboten erfahren, setzt die Bibliothek auf verschiedene Wege der Kommunikation:„Unser selbst auferlegtes Ziel ist auch die Breite zu erreichen. Das heißt, die ganze Werbung, da versuchen wir möglichst viele Kanäle zu bespielen. Das machen wir auch mit Kooperationspartner:innen, die wir hier in der Stadt haben, die Multiplikatoren sind dann an der Stelle.“
Ein wichtiger Impuls für die Innenstadt
Auch die Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach sieht in der neuen Bibliothek einen wichtigen Baustein für die Zukunft von Rheydt.
Der neue Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Mönchengladbach Stefan Anspach beschreibt den Standort als Chance für eine Innenstadt im Wandel „Mönchengladbach und Rheydt ist eine Innenstadt in Transformation. Die verändert sich, die Bedürfnisse von Menschen verändern sich, Menschen nutzen Städte anders.“

Gerade die Lage am Marktplatz sei entscheidend: „Insofern ist das ein super Standort direkt am Marktplatz, da, wo ganz, ganz viele Menschen sind.“
Die Bibliothek sei genau das, was Menschen heute in einer Innenstadt suchen: „Bildung, Austausch, zusammenkommen – das mit dieser Bibliothek zu ermöglichen war unser Hauptziel.“
Besonders die offene Gestaltung des Gebäudes spiele dabei eine wichtige Rolle: „Die Idee, die Fenstern auch ganz transparent und offen zu haben, was sehr einladend ist an diesem Standort, finde ich wichtig.“
Besucher:innen entdecken den neuen Ort
Auch die Besucher:innen selbst machten deutlich, wie wichtig ein solcher Ort für Rheydt ist. Das Team hat am Eröffnungstag mit Menschen gesprochen, die sich die neuen Räume angeschaut haben. Der erste Eindruck: „Geräumig, gut übersichtlich.“ Auf die Frage, ob ein Ort wie diese Bibliothek in Rheydt gefehlt habe, kam eine klare Antwort: „Auf jeden Fall.“

Besonders für Familien sei die Investition wichtig: „Das [die Eröffnung] ist sehr wichtig auch für die Zukunft unserer Kinder und Lesen macht auf jeden Fall Spaß und fördert auch. Deswegen finde ich diese Art von Investition sehr wichtig.“ Ein weiterer Wunsch vieler Besucher:innen: Dass die neuen Räume lange schön bleiben.
„Ein Ort von Bildung und Begegnung“
Auch Oberbürgermeister Felix Heinrichs war bei der Eröffnung vor Ort und zeigte sich beeindruckt von der Resonanz: „Es war einfach ein tolles Bild gerade die Masse von Leuten, die vor der Tür stand und dann mit uns hier reingestürmt ist, weil sie ihre Bibliothek über einige Wochen vermisst haben und jetzt einfach schauen wollen, was sich getan hat.“ Sein Eindruck: „Ich finde, es ist richtig gut geworden und ich glaube, die Leute sehen das genauso: Sie werden häufig wiederkommen in einen Ort von Bildung und Begegnung.“

Die Bibliothek sei für den Stadtteil ein bedeutender Schritt: „Für Rheydt ist das super wichtig, weil es einfach ein Baustein ist, wo sieben Tage die Woche etwas los ist, wo Leerstand jetzt verschwunden ist, wo Menschen barrierefrei einfach hingehen können.“ Und die Reaktion der Besucher:innen zeige, dass dieser Ort gebraucht werde: „Die Leute zeigen ja gerade, dass sie es möchten und dass sie es begrüßen. Also ich bin ganz happy, dass es gelungen ist.“
Ein Tag voller Bilder, Stimmen und Geschichten
Die Eröffnung der Stadtteilbibliothek Rheydt hat gezeigt: Bibliotheken sind heute mehr als Orte zum Ausleihen von Büchern. Sie sind Treffpunkte, Lernorte und Räume für Begegnung. STANDPUNKT bedankt sich bei allen Gesprächspartner:innen und Besucher:innen, die ihre Eindrücke geteilt haben. Die Bilder des Tages und weitere Eindrücke von der Eröffnung gibt es in der Liveberichterstattung.
Fotos und Audios: Elif, Annika, Ida, Amelie und Teodora
























