Janina und Caroline machen gerade ihr Schülerbetriebspraktikum in der MedienWerkstatt. Die MedienWerkstatt ist eine Initiative von DesignCampus in Kooperation mit der Stadtbibliothek Mönchengladbach. Für ihren Podcast sprechen sie mit den Medienpädagoginnen der Stadtbibliothek Sabine Kainth, Ahlam Sahli und Dayra Lehmeier über ihre Arbeit und darüber, wie Kinder und Jugendliche an Medien und Programmieren herangeführt werden.

Die Medienpädagoginnen beschreiben, wie sie zum Beispiel in Themen rund um das Programmieren einsteigen. Sie arbeiten mit Bildern. Das sei „so ein erster Schritt ins Programmieren“. Viele hätten Angst vor IT und Informatik. Viele denken das ist langweilig oder zu kompliziert. Genau diese Gedanken wollen sie verändern.
Deshalb setzen sie auf kreative Zugänge. Ahlam Sahli sagt „für mich ist immer mein Fokus dieses Kreative weil damit kann man immer alle austricksen“. Durch kreative Aufgaben merken viele erst später, was sie eigentlich gemacht haben. Dann kommt der Moment, in dem man merkt „weißt du eigentlich was du gerade gemacht hast“. Es geht um Schritte. Es geht um Algorithmen. Ganz ohne Druck.
Ein wichtiger Teil ihrer Arbeit ist, dass alle aktiv mitmachen. Niemand soll nur zuschauen. Niemand soll nur konsumieren. Sabine Kainth erklärt, „Informatik ist dann halt plötzlich nicht mehr abstrakt sondern es wird ganz praktisch.“ Viele erleben dann zum ersten Mal, dass Technik gar nicht so schwer ist. „Ich kann das ja auch obwohl ich gar nichts wusste vorher.“
Genau so entsteht Medienkompetenz. Durch Ausprobieren. Durch Selbermachen. Durch Fehler. Und durch das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Das sei für sie immer etwas Schönes.
Am Ende sprechen die Medienpädagoginnen darüber, was sie Jugendlichen raten würden, die in dieses Berufsfeld wollen. Die Antwort ist klar. „Einfach ausprobieren.“ Ein bisschen Interesse an Medien reicht oft schon. Das haben die meisten sowieso.
Spannend ist auch, was sie über Hobbys sagen. Wer gerne zockt, zum Beispiel auf der PS fünf bringt oft schon gute Voraussetzungen mit. Das könne „ein richtig toller Einstieg in die Medienpädagogik“ sein. Wichtig ist auch Offenheit und Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Für Janina und Caroline war das Gespräch ein guter Einblick in ein Berufsfeld, das kreativ ist, vielseitig ist und viel mehr kann, als viele zuerst denken.






