
Ich habe in der Schule einen Medien-Schwerpunkt gemacht. Bei uns im Studiengang kommen aber Leute aus ganz unterschiedlichen Richtungen: Manche haben eine Ausbildung gemacht, zum Beispiel als Schreiner*in oder Zimmermann/Zimmerin. Grundsätzlich braucht man entweder eine abgeschlossene Ausbildung oder ein einjähriges Praktikum, um sich bewerben zu können.
Nach dem Abi habe ich erst einmal beim Film gearbeitet, eher zufällig. Das einjährige Praktikum konnte ich dann in der Requisite bei meinem Vater machen. Man muss ein bisschen schauen, was einem angerechnet wird, aber das ist oft flexibler, als man denkt.
Ich hatte zum Beispiel schon mehrere Praktika beim Film, und die konnten zusammengezählt werden. Die müssen auch nicht innerhalb von zwei Jahren liegen, es gibt da eigentlich keine feste zeitliche Grenze. Eine Studienberatung lohnt sich auf jeden Fall, mir hat sie sehr geholfen.
Studium: fast wie Schule – nur kreativer
Im ersten Semester ist bei uns noch alles fest vorgegeben. Wir haben einen festen Stundenplan und sind vier Tage pro Woche an der Hochschule. Mit nur elf Leuten im Kurs fühlt sich das ein bisschen wie Schule an – aber im positiven Sinne. Man kennt sich, arbeitet eng zusammen und bekommt viel Unterstützung.
Erst ab dem dritten Semester kann man dann eigene Schwerpunkte wählen. Im Moment lernen wir vor allem die Grundlagen, zum Beispiel im Bereich Goldschmieden. Das hilft, ein Gefühl für Materialien und Techniken zu bekommen.
Ausprobieren, entdecken, seinen Weg finden
Ich bin über Kommunikation zum Objektdesign gekommen – und genau das ist das Schöne: Man kann hier wirklich seinen eigenen Weg finden. Das hören wir ständig, und es stimmt auch.
Ich gehe zum Beispiel total gerne in die Holzwerkstatt. Der Vorkurs war richtig cool, und wir durften super viele Werkstätten ausprobieren. Gerade jetzt, wo immer mehr Werkstätten fertig werden, wird es noch spannender.
Demnächst kommt auch die Silberschmiede dazu, mit eigenen Öfen. Dann kann man zum Beispiel Schmuck herstellen, Glas blasen oder an der Drehscheibe mit Ton arbeiten.
Kleine Gruppen, große Möglichkeiten
Weil wir so wenige Studierende sind, hat man immer Ansprechpartner*innen. Ideen werden ernst genommen, und fast nichts ist „unmöglich“. Ein Beispiel: Eine Studentin hat ihren Bachelor mit Weben gemacht. Dabei wurde sie sogar von der Frau eines Professors unterstützt, die ihr spezielle Materialien zur Verfügung gestellt hat. Genau das macht das Studium für mich so besonders: viel Freiheit, viel Unterstützung und unglaublich viele Möglichkeiten, kreativ zu arbeiten.






