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2x „What’s hot? What’s new?“

Wie informieren sich junge Menschen über Medien und welche Themen bewegen Sie? – Das sind die Fragen, die die Redakteure und Zeitungsmacher aus ganz Deutschland beschäftigen, die diese Woche die 9. BDZV-Konferen „Junge Zielgruppen“ in Berlin besuchen. Passend zur Veranstaltung „What’s hot? What’s new?“ haben auch wir vom  standpunkt die Ehre, unsere Ideen und Visionen präsentieren zu dürfen.

Ganz nebenbei haben wir noch spannende Locations und Künstler in der Hauptstadt für Euch entdeckt und interviewt. What’s hot? What’s new? nehmen wir also im doppelten Sinne wörtlich: Freut Euch auf Neuigkeiten aus der Kult- und Kulturhauptstadt.

Die Konferenz „Jugend Digital“ wurde vom BDZB initiiert – dem Bund Deutscher Zeitungsverleger.  Am Rande der Veranstaltung tauschten wir uns mit Presse-Redakteur Erik Staschöfsky über die Zukunft der Medien, crossmediale Berichterstattung und junge Leute aus.

standpunkt: Was sind die wichtigsten Aufgaben, die eine Zeitung in Zukunft erfüllen muss?

Nachwievor besteht die Hauptaufgabe der Zeitungen darin, Hintergründe zu erläutern, Entwicklungen zu erklären und kritisch aktuelle Geschehnisse zu begleiten. Denn die Leser erwarten Orientierung, Einordnung und Hilfe zur Selbsthilfe, sodass sie sich dank der Zeitung ihr eigenes Bild von der Welt machen können. Das heißt, die Zeitungen sind die Leuchttürme im Meer der Informationen, die Nachrichten gewichten, kuratieren und für die Leser aufbereiten.

standpunkt: Medien befinden sich derzeit an einem Scheideweg zwischen Print und Online. Welche Rolle spielt der BDVZ bei dieser Entwicklung?

Es stellt sich nicht die Frage nach Print oder Online. Sondern Zeitungsproduktion bedeutet heute in Print plus Online oder besser gesagt Print plus Digital zu denken. Denn Zeitungsverlage sind Inhalteunternehmen, die über verschiedenste Kanäle ihre Nachrichten zu den Lesern bringen. In diesem Prozess fällt dem BDZV die Rolle des Moderators zu. Der Verband bringt die Zeitungen in seinen Gremien zusammen, sodass Ideen ausgetauscht und weiterentwickelt werden können. Der BDZV ist eine große Wissensplattform, dank derer die Zeitungen in einem ständigen Dialog stehen.

standpunkt: Wo würden Sie die Medienlandschaft in 10 Jahren sehen?

Die Medienlandschaft wird sich in 10 Jahren noch einmal komplett verändert haben – denn keiner kann heute sagen, ob es dann noch die großen Netzwerke wie Facebook oder Twitter geben wird. Dafür verändern sich die Online-Nutzungsgewohnheiten viel zu schnell. Die besten Beispiele hierfür sind MySpace und SecondLife. Sicher ist aber, dass es in 10 Jahren auch weiterhin Massenmedien wie Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehen geben wird, weil die Menschen nach der selektiven Kraft im Meer der Nachrichten verlangen. Die Frage ist aber: Welche Kanäle nutzen die Massenmedien in 10 Jahren. Gibt es noch lineares Fernsehen? Gibt es noch die Vielzahl an gedruckten Zeitungen? Vermutlich werden wir erleben, dass die Medien mehr zusammenwachsen und ähnlich Kanäle nutzen – wir sprechen hierbei von der Konvergenz der Medien.

standpunkt: Welche Chancen bieten sich den Verlagen durch eine Schnittstelle zischen Print und Online-Angeboten?

Ganz viele, denn noch nie haben Verlage so viele Menschen wie heute mit ihren Inhalten erreicht. Denn die Nutzergruppen von gedruckten und digitalen Zeitungen sind doch sehr unterschiedlich. Für die Zeitungen kommt es jetzt darauf an, den crossmedialen Gedanken, den viele bereits erfolgreich verfolgen, noch konsequenter auszubauen.

standpunkt: Der BDVZ zeichnet jedes Jahr die beste „crossmediale Schülerzeitung“ aus. Welche Entwicklung sehen sie bei den Einreichungen in den letzten Jahren?

Erst einmal ist uns wichtig zu sagen, dass wir mit dem Preis das besondere Engagement der Schülerzeitungen für den crossmedialen Journalismus fördern wollen. Denn wir sind davon überzeugt, dass eine frühzeitige Auseinandersetzung mit multimedialen Ausdrucksformen sehr wichtig für die Gattung der Zeitungen und auch für die Entwicklung der Schülerzeitungsredakteure ist. In den 8 Jahren, in denen wir den Preis vergeben, ist eine deutliche Professionalisierung bei den Online-Auftritten zu beobachten. Das liegt an neuen technischen Möglichkeiten, aber auch an dem spürbaren Willen der Schülerzeitungen, nicht mehr „nur“ gedruckt erscheinen zu wollen, sondern zwischen den Printausgaben die eigene Leserschaft mit aktuellen Inhalten aus der Schule oder auch darüber hinaus zu versorgen. Hier schließen die Online-Schülerzeitungen eine Informationslücke, die von keinem anderen Medium ausgefüllt werden könnte.

standpunkt: Glauben Sie, dass Online-Angebote kommerzieller werden müssen, um sich langfristig etablieren zu können?

Wir haben weltweit und auch in Deutschland eine große Bewegung, dass Artikel auch online nur noch gegen Bezahlung gelesen werden können. Mittlerweile haben hierzulande knapp 80 Zeitungen eine sogenannte Paywall errichtet. Und um Qualitätsjournalismus langfristig zu sichern, sind diese Einnahmen notwendig, weil nur durch Werbung große Online-Redaktionen nicht zu bezahlen sind.

standpunkt: Welche Rolle spielt die Zielgruppe, also der Leser, bei der derzeitigen Entwicklung der Medien?

Der Leser ist die wichtigste Zielgruppe der Zeitungen. Er bewertet tagtäglich mit seinem Kauf oder Nicht-Kauf die Qualität der Zeitungen. Deshalb werden die Interessen und Wünsche der Leser durch ständige Marktforschung auch sehr ausführlich analysiert.

standpunkt: Glauben Sie, dass die Angebote für ein junges Publikum noch weiter ausgebaut werden können?

Nicht nur können, sondern sogar müssen. Denn wir müssen Leser bereits im Kindesalter für das Medium Zeitung begeistern, sozusagen Zeitungsspuren im Kopf hinterlassen, um eine langfristige Bindung an die Zeitungen zu generieren.

standpunkt: Welche Möglichkeiten sehen Sie, Jugendliche mehr für das tagespolitische Geschehen in den Medien zu begeistern?

Jugendliche haben per se kein Desinteresse an tagespolitischem Geschehen, es muss ihnen nur zielgruppengerecht aufbereitet werden. Hintergründe müssen noch ausführlicher erklärt, die neuen Formen des Storytellings genutzt werden und die Medien müssen sich auf einen echten Dialog mit den jungen Nutzern einlassen, um sie zu erreichen. Das beinhaltet auch die regelmäßige Frage: „Wie sollen wir die Nachrichten für euch machen?“

Etwas Besseres als den Tod findet man immer.

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Kein Märchen, sondern die Motivation vieler Menschen damals und heute, ihre Heimat zu verlassen. Flucht ist kein neues Phänomen, im Gegenteil. Seit Beginn der Menschheitsgeschichte gibt es stets Verfolgung und Flucht auf der einen und Schutz und Asyl auf der anderen Seite.

Deine Stimme zählt – Politiker stellen sich den Fragen der Schüler

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Zu volle Busse, G8 oder G9, Handyverbot an Schulen, Modernisierung der Schulen vor allem im Zusammenhang mit dem Thema Medien – unter anderem zu diesen Themen mussten am Mittwoch den 30.03.2017 die Spitzenpolitiker Christina Kampmann (SPD), Armin Laschet (CDU), Sylvia Löhrmann (GRÜNE), Christian Lindner (FDP), Özlem Demirel (LINKE) und Patrick Schiffer (PIRATEN) im Apollo Variete…

Fake News oder „alternative Fakten“?

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Jugendliche sind unpolitisch, gesellschaftlich nicht engagiert und interessieren sich nur für ihre persönliche ‚Work-Life-Balance‘. Sind das Fake News, alternative Fakten, Vorurteile oder was steckt da hinter? Politische Bildung und Aufklärung hilft gegen Verführungen von „alternativen Fakten“. Auch wenn Jugendliche am 14. Mai nicht an die Urnen der Landtagswahl 2017 gehen dürfen, wollen wir wissen, wie engagiert sie sind und wie sie über…

Ist die Welt nur noch Unsinn?

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Wir haben die Zeit angehalten und uns eine Minute Zeit für Kunst, Sinn und Unsinn genommen. Angelehnt an Erwin Wurms One Minute Sculptures, haben wir in Sekunden aus Schülerinnen und Schülern eine Sofortskulptur kreiert, die nach fotografischer Dokumentation sofort wieder ins Schulleben entlassen wurde. Noch mehr Minuten Kunst von uns und Infos über den Künstler Erwin Wurm gibt es…

Eine Demokratie wird zum Schafott geführt

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In der Türkei arbeitet das Parlament akribisch daran, sich selbst und damit die parlamentarische Demokratie abzuschaffen. Staatspräsident Erdoğan lässt die Demokratie zum Schafott führen. Er will die ultimative Legitimation des Volkes für einen Ein-Mann-Staat. Mit der Verfassungsreform könnte sich Präsident Erdoğan die Macht mehr als 30 Jahre sichern. 

Ist Europa nicht mehr ‚cool’?

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Als man am 1. Januar 2002 ein erstes und letztes Mal mit D-Mark und Euro bezahlen konnte, war auch im hintersten Winkel Deutschlands das Thema Europa angekommen. Vor 15 Jahren haben sich Jugendliche in Deutschland noch eher als Europäer, und weniger als Deutsche beschrieben. Die heutigen Jugendlichen haben eine ganz andere Einstellung zu Europa.

Postfaktisch: Risiko ‚Wahrnehmung‘

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In Zeiten eines baldigen US-Präsidenten Donald Trump, eines Ausstieges Großbritanniens aus der EU – dem „Brexit“ – und des weiteren Aufstieges unheimlicher Geister in aller Welt kann einem schon flau im Magen werden. Auch beim Journalistentag 2016 des Deutschen Journalisten Verbandes (DJV) NRW im Duisburger Landschaftspark Nord herrschte dieser Tenor: Der Vorsitzende Frank Stach eröffnete…

Ein Tag der Spaltung

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Die Wahlnacht ist das herbe Ende eines zermürbenden Wahlkampfes. Es wäre nicht übertrieben, den Tag als eine tiefe Zäsur für die Welt zu beschreiben. Damit ist auch der 9. November um ein historisches Datum reicher. Heute vor 27 Jahren fiel die Mauer in Berlin. Hoffnung und Erleichterung verbinden sich mit dem Tag, an dem sich…

Ho Chi Minh lässt grüßen

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Russlands Jugend im Wandel der Zeit

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Jugendliche in Russland kennen die Sowjetära nur noch aus Erzählungen. Die heutige Generation ist geboren in einer Zeit des Umbruchs. Die 90er Jahre unter dem ersten demokratischen Präsidenten Boris Jelzin brachten viel Veränderung und einige offene Fragen. Was macht Russland im 21. Jahrhundert aus? Welche Werte prägen die Gesellschaft der aktuellen Putin-Ära?

Flüchtlinge im Klassenraum – Gelingt eine Inklusion?

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Die wachsende Zahl von Zuwanderern aus Kriegsgebieten wie Syrien oder dem Irak haben die deutsche Gesellschaft spätestens seit dem massiven Anstieg im Spätsommer 2015 vor eine gewaltige Herausforderung gestellt. 441.899 Erstanträge zählt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für 2015, bis zum August 2016 kommen weitere 564.506 dazu. Der Flüchtlingszuzug fordert die Deutschen in…

Credits auf Kredit?

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Die Hausarbeit gegen Bezahlung? Das Geschäft mit den arbeitsaufwändigen studentischen Leistungsnachweisen ist nicht neu. Sogenannte Ghostwriter sind nicht nur in der Literaturszene oder Politik unterwegs, sie werden auch immer öfters von Studenten in Anspruch genommen. Ist eine fremd geschriebene Hausarbeit überhaupt legal? Kann sich da nicht jeder seine Studienleistung erkaufen, der zwar nicht studierfähig ist, aber genug Geld hat? Was…

standpunkt magazin zum download

standpunkt magazin zum download

Willkommen im standpunkt Magazin! In der diesjährigen Standpunkt Ausgabe präsentieren wir auf 144 Seiten einen dreidimensionalen Raum, der Platz für junges Denken schafft. 9qm Ausstellungsfläche für kulturelle und gesellschaftliche Themen — 9qm zum Kritisieren, Philosophieren und Entdecken. Unser Raum ist virtuell aber nicht zwangsläufig digital.

Habt Ihr schon zugestimmt?

Habt Ihr schon zugestimmt?

Und den Button bei den neuen Nutzungsbedingungen von Whatsapp gedrückt oder doch noch beim Runterscrollen des Kleingedruckten gezögert? Wir haben für Euch mal das Kleingeschriebene GROSS geschrieben: „Damit wir unsere Dienste betreiben und bereitstellen können, gewährst du WhatsApp eine weltweite, nichtexklusive, gebührenfreie, unterlizenzierbare und übertragbare Lizenz zur Nutzung, Reproduktion, Verbreitung, Erstellung abgeleiteter Werke, Darstellung und Aufführung der Informationen (einschließlich der Inhalte), die du auf bzw. über…

„Ich lese keine Comics. Das sind Graphic Novels“

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In den Feuilletons deutscher Zeitungen sind Graphic Novels mittlerweile unverzichtbar und auch die großen Verlagen haben sie für sich entdeckt. standpunkt empfiehlt Grafic Novels als Lektüre – nicht nur für den Strand!