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Jetzt wird’s gläsern

16 Milliarden US-Dollar (rund 12 Milliarden Euro) – so viel ist Mark Zuckerberg der Nachrichten-Service WhatsApp wert. Am Mittwoch kündigte das größte Social-Network der Welt auf dem unternehmenseigenen Blog die Übernahme des Diensts an. „Unsere Mission ist es, die Welt offener und vernetzter zu machen“, schrieb  Zuckerberg in einem Facebook-Post, nachdem der Kauf bekannt wurde. Mehr Vernetzung schaffen – das dürfte für das Unternehmen aus Kalifornien nun noch leichter werden. Dennoch, so ist es auch im WhatsApp-Blog zu lesen, bleibe der Dienst mit seinem Angebot erhalten. Zumindest vorerst.

Schon lange werden immer weniger SMS-Nachrichten versendet; stattdessen boomen „Messenger“, Apps für Smartphones, die Nachrichten wie SMSs übers Internet verschicken. Mit dem nun abgeschlossenen Kauf dürfte Facebook endgültig der Einstieg in diesen Markt gelingen. Zwar hatte das Unternehmen zuvor schon die hauseigene App „Facebook Messenger“ in die App-Stores gebracht. Im Vergleich zu WhatsApp (400 Millionen Nutzer) erfreute sich dieser aber nie allzu großer Beliebtheit. Das Urteil vieler Nutzer: „Zu langsam, zu wenig SMS-Feeling.“

Facebook kauft die Konkurrenz auf

Immer deutlicher wird damit der Weg, den Facebook zur Zeit geht: nämlich weg vom großen, zentral organisierten Mega-Network; einem Ort, an dem alle Informationen von Freunden, Seiten und Nachrichtenportalen zusammenkommen. Vor ein paar Jahren war das noch das erklärte Ziel von Facebook, heute sieht das anders aus. Vielmehr zeigt sich das Soziale Netzwerk nach außen jung und vielfältig indem es kleinere Dienste kauft. Diese stellen ihren Nutzern oft nur eine einzige Anwendung zur Verfügung und sind gerade dadurch so erfolgreich. Einfachheit, Spezialisierung und ab und an das Gefühl „etwas neues auszuprobieren, das noch nicht alle haben“ kommen bei jungen Menschen gut an. Und gerade die jungen Leute sind es, die Facebook zunehmen den Rücken kehren. Mühselig, so scheint es, fängt Zuckerberg diese jugendlichen Ausreißer nun wieder ein indem er nach und nach die Konkurrenz aufkauft. 

Im April 2012 erwarb Facebook für 1 Milliarde Dollar (760 Millionen Euro) den Fototeildienst Instagram. Schon das schien ein gigantischer Deal zu sein, ging es augenscheinlich doch nur um eine App die es Nutzern erlaubt ihre Fotos alt aussehen zu lassen. Mit dem heute verkündeten WhatsApp-Kauf hat Facebook das noch einmal deutlich getoppt.

Große Veränderungen müssen WhatsApp-Nutzer erstmal nicht befürchten. „Here’s what will change for you, our users: nothing“ teilten die Programmierer, die nun offiziell Angestellte von Facebook sind, auf ihrem Blog mit. Und dennoch dürften einige Nutzer ein komisches Gefühl dabei haben, wenn sie wissen, dass ihre gesamte Kommunikation nun in den Händen eines einzigen großen Konzerns liegt.

Links zum Thema:

→ sueddeutsche.de über den WhatsApp-Kauf

→ Die Facebook-Aktie

→ Der Post zur Übernahme von Mark Zuckerberg

Übersiedler – oder Flüchtling im eigenen Land?

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Etwas Besseres als den Tod findet man immer.

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standpunkt magazin zum download

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Willkommen im standpunkt Magazin! In der diesjährigen Standpunkt Ausgabe präsentieren wir auf 144 Seiten einen dreidimensionalen Raum, der Platz für junges Denken schafft. 9qm Ausstellungsfläche für kulturelle und gesellschaftliche Themen — 9qm zum Kritisieren, Philosophieren und Entdecken. Unser Raum ist virtuell aber nicht zwangsläufig digital.

Habt Ihr schon zugestimmt?

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Und den Button bei den neuen Nutzungsbedingungen von Whatsapp gedrückt oder doch noch beim Runterscrollen des Kleingedruckten gezögert? Wir haben für Euch mal das Kleingeschriebene GROSS geschrieben: „Damit wir unsere Dienste betreiben und bereitstellen können, gewährst du WhatsApp eine weltweite, nichtexklusive, gebührenfreie, unterlizenzierbare und übertragbare Lizenz zur Nutzung, Reproduktion, Verbreitung, Erstellung abgeleiteter Werke, Darstellung und Aufführung der Informationen (einschließlich der Inhalte), die du auf bzw. über…