Im Check: Das Kolumba Kunstmuseum in Köln

Wie kann es sein, dass sich 13 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren an einem Samstag um 8 Uhr früh zu einem Museumsbesuch nach Köln verabreden? Die Gruppe aus Schülern, die im Schulunterricht aber auch durch ihre Redaktionsarbeit angesprochen wurden, sind einfach neugierig und wollen sich nicht auf Vorurteile verlassen. Sie haben sich als Museumstester zur Verfügung gestellt, weil ihnen Kunst nicht egal ist. Sie lassen sich gerne davon überzeugen, dass ein Museum ein Ort sein kann, der angesagt ist und auf den man sich einlassen kann.

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Sie sind unterwegs, um den gängigen Vorurteilen auf den Grund zu gehen und herauszufinden, ob Kunst wirklich langweilig, Museen spießig und Kunstvermittlung anstrengend und belehrend ist. Gemeinsam mit Standpunkt testen sie die Museen, Kunstsammlungen und Kunstausstellungen der Umgebung.

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Das Kolumba Museum in Köln war die Premiere der „Museumstester“. Abseits vom Trubel der Weihnachtsmärkte lies sich die Gruppe auf eine völlig neue Museumserfahrung ein und räumte mit einigen Klichées auf. Sicher eine große Herausforderung, als Jugendlicher gerade ein Kunstmuseum des Erzbistums Köln zu besuchen, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, christliche Tradition über die Einbindung von zeitgenössischer Kunst zu vermitteln.

Die Ankündigung der Jahresausstellung „‚playing by heart“ war auf den ersten Blick nur durch den Titel für die jugendlichen Besucher attraktiv, denn mehr war von den weiteren Veranstaltungstexten für die ungeübten Kunstbetrachter nicht verständlich. Das es bei der Ausstellung um die Freude, um die Hoffnung und auch um das Glück ging, konnten dann zum Glück alle hautnah erleben.

Ob es die Ausstellung an sich, die Kunstvermittlung, die Museumarchitektur, das Raumerlebnis, das gemeinsame Gespräch im Anschluss war, was die jungen Museumsbesucher nachhaltig beeindruckt hat, haben alle unterschiedlich empfunden. Übereinstimmend war aber, dass das Zusammenwirken aller Aspekte und das gemeinsame Erlebnis, die Kommunikation und der Austausch darüber bei allen ausschlaggebend für ihre positive und überraschende Erfahrung waren: Das Kolumba ist einfach „göttlich“.

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Dabei ist es nicht das mediale Angebot oder eine interaktive Kunstvermittlung, die nach Meinung der jungen Museumstester die Attraktivität von Ausstellungen für jugendliche Besucher erhöht, sondern das gemeinsame Erleben und der Austausch in der Gruppe über die Sinneserfahrungen. Die Auswahl, Zusammenstellung und Gegenüberstellung der Kunstwerke, die den Jugendlichen auch immer einen Gegenwartsbezug anbieten, sind mit entscheidend. Ausschlaggebend sind für die Jugendlichen aber der Ort und die Atmosphäre an dem Kunst präsentiert wird. Nur in einer Umgebung, in der man sich wohl und entspannt fühlt, kann man sich auch auf etwas einlassen.

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Auf eigene Beobachtungen und Gefühle basieren die Kriterien für den „Museumscheck“, mit denen das junge Team die Museen für Jugendliche für ihre Empfehlung prüft. Sicher sind diese noch nicht vollständig und für alle Besucher von gleicher Bedeutung. Sie dienen eher der Orientierung und können Gleichaltrigen aufzeigen, das es sich lohnt, das ein oder andere Museum selber einmal zu besuchen und sich auf Kunst einzulassen.

//Wie informativ und verständlich sind die Texte auf der Website zu den Ausstellungen und zum Museum?

//Wie attraktiv ist die Gestaltung und die Übersichtlichkeit der Navigation?

//Gibt es Angebote für junge Besucher?

//Kann mich eine Ausstellungsankündigung über meine Medienkanäle erreichen?

//Wie ist die Atmosphäre im Eingangsbereich, in den Ausstellungsbereichen, in Ruhezonen…?

//Wie werde ich als jugendlicher Besucher empfangen und wertgeschätzt?

//Welche Vermittlungsinstrumente gibt es und wie sinnvoll sind sie?

(Objektbeschriftung, Audio-Guide, Besucherführungen, Interaktive Angebote)

//Inwieweit sind sie im einzelnen für mich hilfreich?

Sind Objektbeschriftungen verständlich, lesefreundlich, im Umfang erträglich oder geben noch Möglichkeiten für eigene Interpretationen?

//Fühle ich mich belehrt oder werde neugierig für weitere eigene Erforschungen?

//Inwieweit bekomme ich Unterstützung durch das Aufsichtspersonal? Ist es freundlich, hilfsbereit und entspannt es die Atmosphäre?

//Wie vermittelt die Führung die Ausstellung?

//Zeigt sie mir eher wissenschaftliche Hintergründe auf oder lässt sie auch Spielraum für eigene Interpretationen?

//Schafft sie einen Zugang und eine Annäherung zum Kunstwerk?

//Ist sie gut verständlich und nachvollziehbar?

//Ist sie kurzweilig oder langweilig dozierend?

//Ist sie interessant und macht neugierig?

//Fühle ich mich entspannt oder überfordert nach dem Besuch?

//Habe ich Lust, noch einmal wieder zu kommen?

 

 Neugierig auf die Auswertung unseres Kolumba-„Checks“?  Erste Stimmen gibt es jetzt schon:

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