Stell dir vor, du bist ein kleines Mädchen in Teheran in den 1950er Jahren. Dein Leben ist eigentlich ziemlich bequem, bis plötzlich alles kippt. Genau so geht es Ellie, der Hauptfigur in Die Löwinnen von Teheran.

Nach dem Tod ihres Vaters muss sie mit ihrer Mutter in ein viel kleineres Haus ziehen. Alles fühlt sich fremd und einsam an bis sie Homa trifft. Homa ist das komplette Gegenteil von Ellie: mutig, lebendig, voller Energie und mit großen Träumen. Die beiden werden sofort Freundinnen und verbringen ihre Tage damit, durch die Stadt zu streifen, im Basar zu lachen und sich gegenseitig davon zu erzählen, dass sie irgendwann „Löwinnen“ werden wollen, also starke Frauen, die ihr eigenes Leben bestimmen.
Klingt erstmal wie eine perfekte Freundschaftsgeschichte, oder? Aber das Leben bleibt nicht so einfach. Ellie bekommt die Chance, in ihre alte, wohlhabendere Welt zurückzukehren. Neue Schule, neues Umfeld und irgendwie rutscht Homa langsam aus ihrem Leben. Die Verbindung zwischen den beiden bricht aber nie ganz ab, auch wenn Jahre vergehen.
Als Homa plötzlich wieder auftaucht, sind beide inzwischen junge Frauen. Und genau da wird alles komplizierter: Freundschaft, alte Verletzungen, politische Spannungen im Iran und Entscheidungen, die ihr ganzes Leben verändern. Was als kindliche Freundschaft beginnt, entwickelt sich zu einer Geschichte über Loyalität, Verrat und die Frage, wie viel Mut man wirklich hat, wenn es ernst wird.
Das Buch spielt über mehrere Jahrzehnte und zeigt nicht nur das Leben zweier Mädchen, sondern auch, wie stark sich ein Land verändern kann. Besonders spannend ist, dass man durch Ellies und Homas Augen erlebt, wie politische Unruhe ganz direkt in persönliche Schicksale eingreift. Der Roman ist emotional, manchmal traurig, aber auch richtig fesselnd. Vor allem geht es um Freundschaft, die nicht einfach schwarz-weiß ist, sondern voller Fehler, Entscheidungen und zweiter Chancen steckt. Die Löwinnen von Teheran ist kein leichtes Buch, aber eines, das hängen bleibt. Wenn du Geschichten magst, die gleichzeitig spannend, gefühlvoll und ein bisschen historisch sind, dann wirst du hier definitiv mitgerissen.
Unter anderem zu diesen Roman möchten wir uns am 14.09. in unserem ersten Standpunkt newSroom mit dem Leiter der Bibliothek Ylmaz Holtz-Ersahin austauschen. Er hat „Die Löwinnen von Teheran“ für die ekz (Einkaufszentrale für öffentliche Bibliotheken) rezensieren wird. Spannend ist ja nicht nur das Buch selbst, sondern auch, wie so eine professionelle Buchbewertung eigentlich entsteht. Wir möchten verstehen, was eigentlich hinter einer Buchrezension steckt, die für ganze Bibliotheken als Entscheidungshilfe dient. Gerade bei einem Roman wie „Die Löwinnen von Teheran“, der Geschichte, Politik und persönliche Schicksale verbindet, ist spannend zu erfahren, wie so etwas professionell eingeordnet wird. Wir freuen uns über alle die an diesem Abend um 18 Uhr dazu kommen und sind gespannt darauf, welche Geschichten aus unserem Austausch entstehen. Mehr über unsere newSroom Treffen.


