Die EU ist gefordert.

Collagegelbhell

Über vier Millionen Syrer haben ein Land verlassen, dass durch den Bürgerkrieg völlig zerstört ist. Auch aus dem Irak, aus Afghanistan, Eritrea oder dem Südsudan fliehen Menschen, um in Europa eine sichere Bleibe zu finden. Überforderte europäische Länder reagieren mit Abschottung und verschärften Sicherheitsmaßnahmen gegen den großen Andrang von Flüchtlingen. 

Flüchtlinge haben das Recht auf Asyl. Dieses Menschenrecht hat in Deutschland Verfassungsrang und rührt auch aus der eigenen historischen Erfahrung mit millionenfacher Vertreibung. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Deutschland anteilig vergleichbar viele Flüchtlinge zu integrieren wie gegenwärtig zum Beispiel Syriens Nachbarstaaten. In der Geschichte vieler deutscher Familien findet sich daher auch das Thema Flucht und Vertreibung wieder.

Unabhängig von den eigenen geschichtlichen Erfahrungen ist die Flüchtlingswelle für die aufnehmenden Gesellschaften eine große Herausforderung. Es gibt auch in Deutschland die Angst vor Überforderung, die durch alle Bevölkerungsschichten geht. Aber es entwickelt sich derzeit auch eine Kultur der Offenheit und Hilfsbereitschaft, sich den Flüchtlingen anzunehmen. Wichtig für Europa ist es jetzt, zu einer gemeinsamen Asylpolitik zu finden.

Worauf können sich die europäischen Gesellschaften einigen? Welche Möglichkeiten von Integration können sie aufbringen und wie gehen sie mit den eigenen inneren Widersprüchen um? Wie offen sind die Menschen in Europa wirklich für die Nöte, kulturellen Spannungen und sozialen Probleme anderer? Wo muss Hilfe angesetzt werden? Einfache Antworten und scheinbare kurzfristige Lösungen gibt es natürlich nicht, denn den institutionellen Aufwand, im Rahmen der Rechtssicherheit, darf man nicht unterschätzen. Daher ist Aufklärung und Austausch erst einmal die wichtigste Grundlage, um emotionale Debatten und fremdenfeindliche Hetze nicht zur Schlagzeile werden zu lassen.

Wir verlinken Euch mit gut recherchierten Informationen:

arte.tv

Fluter

Spiegel online

ZEIT

bpb

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