„Ich bin nicht arrogant, geb mich aber nur mit dem Besten zufrieden.“

Am Donnerstagabend hatte der Literaturkurs der Q1 eine Poetry Slam Veranstaltung. Und diese mit Erfolg.

Das Publikum hat den acht Slammern Eduardo, Jan, Tobias, David, Felix, Jonas, Max und Leon aufmerksam zugehört. Lachen war vorpogrammiert, denn die Jungs haben sich Mühe gegeben, ihre Texte, die sie im Kurs bei Frau Schnock geschrieben haben, mit Humor auszuschmücken. David konnte mit seinen selbstironischen Texten bei der Puplikumsjury am Meisten punkten und kam nicht nur ins Finale, sondern wurde vom Publikum zum Erstplazierten gekürt.
Leon und Jonas hielten sich in der Pause etwas Zeit frei, um mit uns ein Interview zu führen. Selbstvertrauen und die Erfahrung, auf einer Bühne zu stehen, meinen sie, sei sehr hilfreich für den weiteren Schulverlauf. Das komplette Interview gibt es unten auf dieser Seite.
Da der Eintritt frei war, wurde ein Hut als Spendenschwein am Ende rumgereicht. Das Geld daraus und aus dem Getränkeverkauf fließt in die Abikasse.
Ein gelungener Abend für alle Beteiligten. Gerne würden wir dies im nächsten Jahr nochmal sehen.

Interview mit Leon und Jonas

Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, einen Poetry Slam durchzuführen? War das eure Idee oder eine Idee von den Lehrern?

Wenn ich ehrlich bin, würde ich sagen, dass wir vorher wussten, dass wir so etwas machen sollen, die Idee kam aber eigentlich nicht von uns. Es gab zwei Literaturkurse, der eine sollte ein Theaterstück vorbereiten und der andere sollte einen Poetry Slam machen. Und je nachdem, was man für ein Typ ist, entweder der Schauspieler oder eher der, der etwas schreibt und das dann vorliest, konnte man sich entscheiden.

Habt ihr besondere Erfahrungen gesammelt oder was hat euch besonders Spaß gemacht?

Eine Erfahrung ist natürlich, dass man auf der Bühne steht und vor Leuten spricht, das hilft, wenn man zum Beispiel ein Referat hält. Dann ist man also nicht mehr ganz so nervös und diese Erfahrung nimmt man auch mit.
Auf jeden Fall Spaß gemacht hat mir außerdem das Vorbereiten der Texte. Es ist natürlich ein bisschen blöd, dass man auch zuhause etwas machen musste, aber eigentlich wusste man vorher, dass man das macht, um das vorzulesen. Das gibt einem dann schon ein Gefühl von Selbstvertrauen, weil das, was man produziert hat, wird vor einer großen Masse vorgetragen. Das heißt, man hat sich daran gesetzt, den Text wirklich so auszuarbeiten, dass er vorzutragen ist und das hat schon Spaß gemacht.

Wie lange habt ihr für die Veranstaltung insgesamt geprobt?

Wenn man ehrlich ist, eigentlich so gut wie gar nicht. Ein paar Leute haben sich getroffen, in der Woche vor der Veranstaltung, aber das war nur zum Aussuchen von den Texten und wie man die vorträgt, also wirklich geprobt haben wir nie. Wir haben also nur drei Tage gehabt, an denen wir hier hinkommen konnten, und unsere Texte vor einem leeren Saal vortragen konnten. Das hört sich vielleicht komisch an, ich bin auch überrascht, wie gut das funktioniert, da das noch nie in einer Einheit geprobt worden ist.

Würdet ihr an sowas nochmal teilnehmen wollen? Also vielleicht nicht nur auf Schulveranstaltungen, sondern auf einem richtigen Poetry Slam?

Theoretisch ja, denn überraschender Weise gefällt mir der Abend richtig gut. Bevor dieser Abend angefangen hat, war ich ein bisschen skeptisch, aber wie gesagt, das hat alles sehr gut funktioniert und wenn man auch teilweise richtig lustige Texte hat, macht das richtig Spaß, nochmal irgendwo als Slammer teilzunehmen. Man ist ja einerseits Slammer selbst, trotzdem auch jemand, der im Publikum sitzt – man sieht also beide Seiten und das wäre auf jeden Fall gut, nochmal an sowas teilnehmen zu können. Ich würde das nochmal machen.

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