Rock und Naturschutz – Passt das zusammen?



→ Im Hockeypark versammelten sich bereits um 15 Uhr zahlreiche Besucher zu einem eher ungewöhnlichen Anlass. In einer Stunde sollte an dieser Stelle Auskunft gegeben werden über eine mögliche Zukunft des „Rock am Ring“-Festival in Mönchengladbach. Insgeheim rechneten viele Besucher sicherlich schon mit einer festen Zusage. Warum sollten sich die Verantwortlichen auch sonst zu so einem feierlichen Ambiente zusammenfinden. Wichtige Antworten konnten schließlich auch gegeben werden, außer einer endgültigen Festlegung bis zum 15. Juli gab es allerdings wenig Konkretes zu vermelden.  



Tickets sollen im Falle einer Genehmigung mit etwa 160 Euro etwas billiger sein als die Jahre zuvor am Nürburgring. Lokale Bands werden ebenfalls mit einbezogen und die bislang leer stehenden Häuser auf dem ehemaligen Militärgelände des JHQ könnten für ein Rahmenprogramm genutzt werden. Das hört sich bis dahin alles schon sehr sicher an und die Verantwortlichen um „Rock am Ring“-Gründer Marek Lieberberg haben bei ihrer Ansprache an das Mönchengladbacher Publikum auch alles getan, um die Chancen für Stadt und Bevölkerung hervorzuheben. Tatsache ist aber auch, dass die Stimmen vieler Kritiker noch im Raum stehen und die wirklich wichtigen Hürden wie beispielsweise ein Sicherheitskonzept oder die Gewährung des Naturschutzes bisher ungelöst bleiben. Insbesondere die geplante Einbeziehung regionaler Bands, der sogenannten „Local Heros“,  könnte zu einem Konflikt mit lokalen Größen wie dem HORST Festival führen. Der heimische Charakter war stets ein Alleinstellungsmerkmal für das bisher einzige Open-Air Festival der Stadt. Genau dieser Faktor könnte ausschlaggebend sein, um sich gegenüber der einflussreichen Institution des „Rock am Ring“ zu behaupten. Nur eine enge Absprache mit kulturellen Betreibern der Stadt kann dazu führen, dass die etablierte Szene in Mönchengladbach nicht behindert wird.

Skeptische Stimmen gehen auch vom BUND und einigen Anwohnern aus, die sich um den Schutz der umliegenden Naturschutzgebiete und um die Lärmbelästigung sorgen. Nun hat Marek Lieberberg als Veranstalter des „Rock am Ring“ in der Eifel über 29 Jahre unter Beweis gestellt, dass ein reibungsloser Ablauf möglich ist und auch unter teilweise schwierigen Bedingungen umgesetzt werden kann. Die Anwohner am Nürburgring sind heute überwiegend traurig über einen Abschied der Festivalgemeinde. Dass eine anfängliche Skepsis am Nürburgring über die Jahre zunehmend zerstreut wurde, ist nicht zuletzt auch Herrn Lieberberg zu verdanken.



  Die Chancen für die Stadt liegen dabei auf der Hand. Die Marke „Rock am Ring“ könnte Musikbegeisterte aus ganz Deutschland anlocken, die dem Ruf des Festivals folgen und in Mönchengladbach einen zentralen Standort für Musikkultur aufbauen. Ob sich im JHQ ein Festival dieser Größenordnung realisieren lässt, muss sich erst noch zeigen. Eine Transparenz, wie sie bei der Diskussion im Hockeypark vorgelebt wurde, muss dazu in den nächsten Tagen weiter betrieben werden, da ein enger Dialog mit Stadt und Bewohnern der Schlüssel für ein erfolgreiches Festival sein werden.  


EU Programm statt EU Flat

EU Programm statt EU Flat

Europa hat mehr zu bieten als nur Verbrauchervorteile oder Bananen-Wiege-Verordnungen. Die Europäische Union braucht jedoch mehr denn je ein Konzept für die Zukunft. Sie darf nicht nur bewahren, sondern muss auch Visionen entwickeln, wie junge Menschen in Zukunft leben wollen und internationale Chancen nutzen können.

Weg in den Erdogan-Staat

Weg in den Erdogan-Staat

Vor über zehn Jahren begannen die offiziellen Beitrittsverhandlungen, seit drei Jahrzehnten steht der türkische EU-Mitgliedschaftsantrag im Raum und mehr als 50 Jahre wird über engere Kooperation gesprochen: Der angestrebte EU-Beitritt der Republik Türkei beschäftigt und belastet die Beziehungen zwischen Europa und Ankara seit jeher. Reformer näherten die Türkei einst an die Europäer an. Doch es…

„Ich bin nicht arrogant, geb mich aber nur mit dem Besten zufrieden.“

„Ich bin nicht arrogant, geb mich aber nur mit dem Besten zufrieden.“

Am Donnerstagabend hatte der Literaturkurs der Q1 eine Poetry Slam Veranstaltung. Und diese mit Erfolg.

Die Scheinwelt des Eurovision

Die Scheinwelt des Eurovision

KRIEG ich endlich mal FRIEDEN? Wenn am Samstag die 62. Ausgabe des Eurovision Song Contest über die Bühne geht, dann wird das kein normaler Gesangswettbewerb. Der langjährige Grenzkonflikt zwischen Russland und dem Gastgeberland Ukraine macht den diesjährigen ESC zu einer politischen Großveranstaltung von hoher Brisanz. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Siegerlied der ukrainischen Krimtatarin Jamala…

Jugendliche wählen jetzt schon.

Jugendliche wählen jetzt schon.

Bei der Juniorwahl im Mai simulieren Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse aus 261 Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen die Landtagswahl, die regulär am Sonntag, dem 14. Mai 2017 stattfindet. Bei der Juniorwahl haben die Jugendlichen ebenfalls zwei Stimmen und die Auswahl zwischen allen Parteien, Wahlkreiskandidatinnen und -kandidaten, die auch bei der regulären Landtagswahl antreten.

Dokumentarfilmworkshop in der Ukraine

Dokumentarfilmworkshop in der Ukraine

Frau Merkel reist nach Russland, um mit Herrn Putin über die aktuelle politische Lage im Gespräch zu bleiben. Lea und Max reisten für eine Woche zu Gesprächen in die Ukraine, um im Rahmen eines Dokumentarfilmprojektes mit Binnenflüchtlingen zu reden und die aktuellen Probleme des Landes zu verstehen.

Umsonst und draußen zum 3. Mal

Umsonst und draußen zum 3. Mal

Am 10. Juni wird es mal wieder laut in Hardt. Grund dafür ist das HardtBeat-Festival, das in diesem Jahr zum dritten Mal unter freiem Himmel stattfindet.

Übersiedler – oder Flüchtling im eigenen Land?

Übersiedler – oder Flüchtling im eigenen Land?

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind derzeit mehr als 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Die Medien berichten oft nur über die Flüchtligskrise in Westeuropa. Dabei zählt der Flüchtlingsstrom in der Ukraine zu den gewaltigsten in Europa seit dem Jugoslawienkrieg. Ein junges trinationales Team beschäftigt sich gerade in einem Dokumentarfilmworkshop in Riwne (Ukraine) mit der Thema der militärischen Auseinandersetzung…

Etwas Besseres als den Tod findet man immer.

Etwas Besseres als den Tod findet man immer.

Kein Märchen, sondern die Motivation vieler Menschen damals und heute, ihre Heimat zu verlassen. Flucht ist kein neues Phänomen, im Gegenteil. Seit Beginn der Menschheitsgeschichte gibt es stets Verfolgung und Flucht auf der einen und Schutz und Asyl auf der anderen Seite.

Deine Stimme zählt – Politiker stellen sich den Fragen der Schüler

Deine Stimme zählt – Politiker stellen sich den Fragen der Schüler

Zu volle Busse, G8 oder G9, Handyverbot an Schulen, Modernisierung der Schulen vor allem im Zusammenhang mit dem Thema Medien – unter anderem zu diesen Themen mussten am Mittwoch den 30.03.2017 die Spitzenpolitiker Christina Kampmann (SPD), Armin Laschet (CDU), Sylvia Löhrmann (GRÜNE), Christian Lindner (FDP), Özlem Demirel (LINKE) und Patrick Schiffer (PIRATEN) im Apollo Variete…

Fake News oder „alternative Fakten“?

Fake News oder „alternative Fakten“?

Jugendliche sind unpolitisch, gesellschaftlich nicht engagiert und interessieren sich nur für ihre persönliche ‚Work-Life-Balance‘. Sind das Fake News, alternative Fakten, Vorurteile oder was steckt da hinter? Politische Bildung und Aufklärung hilft gegen Verführungen von „alternativen Fakten“. Auch wenn Jugendliche am 14. Mai nicht an die Urnen der Landtagswahl 2017 gehen dürfen, wollen wir wissen, wie engagiert sie sind und wie sie über…

Ist die Welt nur noch Unsinn?

Ist die Welt nur noch Unsinn?

Wir haben die Zeit angehalten und uns eine Minute Zeit für Kunst, Sinn und Unsinn genommen. Angelehnt an Erwin Wurms One Minute Sculptures, haben wir in Sekunden aus Schülerinnen und Schülern eine Sofortskulptur kreiert, die nach fotografischer Dokumentation sofort wieder ins Schulleben entlassen wurde. Noch mehr Minuten Kunst von uns und Infos über den Künstler Erwin Wurm gibt es…

Eine Demokratie wird zum Schafott geführt

Eine Demokratie wird zum Schafott geführt

In der Türkei arbeitet das Parlament akribisch daran, sich selbst und damit die parlamentarische Demokratie abzuschaffen. Staatspräsident Erdoğan lässt die Demokratie zum Schafott führen. Er will die ultimative Legitimation des Volkes für einen Ein-Mann-Staat. Mit der Verfassungsreform könnte sich Präsident Erdoğan die Macht mehr als 30 Jahre sichern. 

Ist Europa nicht mehr ‚cool‘?

Ist Europa nicht mehr ‚cool‘?

Als man am 1. Januar 2002 ein erstes und letztes Mal mit D-Mark und Euro bezahlen konnte, war auch im hintersten Winkel Deutschlands das Thema Europa angekommen. Vor 15 Jahren haben sich Jugendliche in Deutschland noch eher als Europäer, und weniger als Deutsche beschrieben. Die heutigen Jugendlichen haben eine ganz andere Einstellung zu Europa.

Postfaktisch: Risiko ‚Wahrnehmung‘

Postfaktisch: Risiko ‚Wahrnehmung‘

In Zeiten eines baldigen US-Präsidenten Donald Trump, eines Ausstieges Großbritanniens aus der EU – dem „Brexit“ – und des weiteren Aufstieges unheimlicher Geister in aller Welt kann einem schon flau im Magen werden. Auch beim Journalistentag 2016 des Deutschen Journalisten Verbandes (DJV) NRW im Duisburger Landschaftspark Nord herrschte dieser Tenor: Der Vorsitzende Frank Stach eröffnete…