STANDPUNKT startet offenen Newsroom in der Zentralbibliothek
Wer in der Klausuren- oder Prüfungsphase schon einmal in der Zentralbibliothek gelernt hat, kennt das Bild: Fast jeder Platz ist besetzt, überall wird konzentriert gearbeitet, zwischendurch trifft man Freund:innen oder gönnt sich eine Pause. Bibliotheken sind längst mehr als Orte, an denen Bücher ausgeliehen werden. Sie sind Lernorte, Treffpunkte und Räume für neue Ideen.
Dass Bibliotheken heute genau diese Rolle einnehmen, wurde auch bei der Eröffnung der neuen Stadtteilbibliothek Rheydt am 15. Juli deutlich. STANDPUNKT war mit fünf Redakteurinnen den ganzen Tag vor Ort und hat die Eröffnung in einer Liveberichterstattung auf Insta@standpunktonline begleitet mit Interviews, Fotos, Videos und vielen Eindrücken direkt aus der neuen Bibliothek. Hier noch einmal die wichtigsten Momente des Tages zusammenfasst. Zum Rückblick

Die Eröffnung macht sichtbar, warum Bibliotheken heute mehr sind als Ausleihorte
Bei der Eröffnung der Stadtteilbibliothek wurde immer wieder deutlich, welche Rolle Bibliotheken heute übernehmen. Barbara Schwinges, verantwortlich für Programmmanagement und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtbibliothek, beschreibt die Bibliothek als “Ort für alle” unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation. Ziel sei es, möglichst viele Menschen zu erreichen und Begegnungen zu ermöglichen. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Stadt sowie Besucherinnen und Besucher betonten die Bedeutung der neuen Bibliothek als offenen Treffpunkt mitten in Rheydt. Oberbürgermeister Felix Heinrichs sprach von einem “Ort von Bildung und Begegnung”, der das Stadtleben bereichere.
Die Eindrücke der Eröffnung sind zugleich ein guter Anlass, auf eine Entwicklung aufmerksam zu machen, die in der Stadtbibliothek bereits seit zwei Jahren wächst: die Zusammenarbeit von STANDPUNKT mit der Zentralbibliothek Carl-Brandts-Haus. Denn dort hat die Redaktion seit 2024 ihre Homebase. Monat für Monat trifft sich das Team im Historischen Kabinett in der Zentralbibliothek, entwickelt Themen, plant Recherchen und produziert Beiträge. Aus dieser Zusammenarbeit entsteht nun der nächste Schritt.
Ab September: Der Standpunkt newSroom


Aus den bisherigen internen Redaktionstreffen wird ein offener Newsroom und alle können mitmachen. Einmal im Monat verwandelt sich der Wandelsaal der Zentralbibliothek in einen Ort, an dem diskutiert, recherchiert und gemeinsam an Geschichten gearbeitet wird. Egal, ob du schon journalistische Erfahrung hast oder einfach Lust hast, deine Ideen einzubringen. Es geht um Themen, die junge Menschen wirklich beschäftigen. Gemeinsam mit Journalist:innen, Expert:innen und anderen Interessierten entstehen daraus Artikel, Podcasts, Videos oder Social-Media-Beiträge.
Die ersten Newsroom-Termine
Montag, 14. September | 18 Uhr | Welche Geschichten berühren uns und warum? | Ressort Mensch + Kultur Welche Geschichten berühren uns und warum? Gemeinsam mit Bibliotheksleiter Ylmaz Holtz-Ersahin, Schüler*innen aus Deutsch- und Literaturkursen sowie Kulturinteressierten sprechen wir über Literatur, Theater und Film als Spiegel unserer Zeit. Welchen Stellenwert haben Bibliotheken heute für junge Menschen? Was wünschen sie sich? Welche Themen fehlen in Büchern? Welche Geschichten wollen junge Menschen selbst erzählen? Aus dem Austausch entstehen Ideen für Rezensionen, Interviews und neue Kulturbeiträge.


Montag, 28. September | 18 Uhr | Welche Rolle spielt Gaming in unserem Alltag? | Ressort Digitales + Gaming Welche Geschichten stecken in Games – digitalen wie analogen? Gemeinsam mit Nadine Rousseau (Spielepädagogik und kulturelle Bildung), Prof. Daniel Heßler (FH Dortmund, Serious Gaming and Digital Knowledge), Torsten Franken (BrettspielUnion Niederrhein), Sarah Steinweg (Offene Brettspielevents), Kommunikationsdesignerinnen aus der Szenografie und Gamingdesign sowie der Medienpädagogin Sabine Kainth geht es um Spielkultur, Bildung, Kreativität und Gemeinschaft. Diskutiert wird, welche Rolle Gaming heute im Alltag junger Menschen spielt und welche Geschichten daraus entstehen können: von Tests über Reportagen bis zu Hintergrundformaten.


Donnerstag, 5. November | 18 Uhr | Wie erleben wir Medien und Journalismus? | Ressort Zeit + Sinn Wie verändert sich Journalismus durch KI, Social Media und neue Plattformen? Gemeinsam mit Dr. Susanne Vollstädt (wissenschaftliche Mitarbeiterin Journalistisches Seminar Uni Mainz), Studierenden und Schülerzeitungsredakteurinnen (angefragt), Schülerinnen aus verschiedenen Schulen, dem Chaos Schülerpodcast sowie der Medienpädagogin Sabine Kainth entwickeln wir Fragen und Themen für die öffentliche Podiumsdiskussion der Reihe „4 Feiertage für ein junges MG“ am 6. November in der Zentralbibliothek. Im Fokus stehen die Erfahrungen der Teilnehmenden und die Frage, wie junge Menschen selbst Medien mitgestalten können.


Montag, 16. November | 18 Uhr | Wie erleben wir Mitbestimmung? | Ressort Welt + Wir Was bedeutet Demokratie aus Sicht junger Menschen? Welche Erfahrungen machen sie in Schule, Alltag und Social Media? Wo erleben sie Mitbestimmung und wo nicht? Im Mittelpunkt stehen ausdrücklich ihre Perspektiven: Erwachsene aus Politik, Bildung, Jugendorganisationen und Sozialarbeit sind eingeladen, zuzuhören und gemeinsam zu diskutieren, statt vorzugeben, wie junge Lebensrealitäten „funktionieren“.Aus den Gesprächen entstehen journalistische Beiträge aus der Perspektive junger Menschen.


Montag, 14. Dezember | 18 Uhr | Worüber berichten wir 2027? | Alle Ressorts Welche Themen fehlen 2027? Welche Geschichten sollten wir erzählen? Beim letzten Newsroom des Jahres blicken wir zurück und entwickeln gemeinsam neue Ideen für das Magazinjahr 2027. Eingeladen sind alle Interessierten, Schülerzeitungen, Studierende, junge Medienmacher*innen und die gesamte STANDPUNKT-Redaktion. Gemeinsam entstehen Themen, Formate und Projekte – von Reportage bis Social Media, von Podcast bis Fotostrecke.


Vom Lernplatz zum Ideenlabor
Die neue Stadtteilbibliothek Rheydt und die Zentralbibliothek zeigen, wie sich Bibliotheken verändern. Bibliotheken sind heute Orte der Begegnung, des Austauschs und des gemeinsamen Lernens. Genau daran knüpft der Standpunkt newSroom in der Zentralbibliothek Carl-Brandts-Haus an, wo die Redaktion bereits seit zwei Jahren zuhause ist. Vielleicht kommst du tagsüber zum Lernen in die Bibliothek und bleibst danach mal länger, um gemeinsam mit anderen ins Gespräch zu kommen und an den Geschichten zu arbeiten, die dich und deine Freund*innen bewegen.
