Luis meets Linus

Linus über das Coolste während seiner Schulzeit, Auswendiglernen im Psychologiestudium und die Menschen, die man in seiner Fakultät so trifft. 

Ist dir die Schulzeit eher leicht oder schwer gefallen?
Wie war deine Reaktion, als du gemerkt hast, wieviel du auswendig lernen musst?
Was für eine Bedeutung hat deine ehemalige Schule heute noch für dich?
Was hast du dir gedacht, als du die Leute gesehen hast, die zusammen mit dir studieren?

In welchem Zeitraum hast Du die GE Hardt besucht?

Die GE Hardt besuchte ich vom Sommer 2004 bis zum Sommer 2013.

Kannst Du uns einen Überblick über deine Zeit nach dem Abi geben?

Wie schon zu Schulzeiten, habe ich mit meiner Tätigkeit als Berater für Markengestaltung, Kommunikation und Design für Kunden in ganz Deutschland weiter gemacht. Außerdem begann ich mein Studium der Psychologie Bachelor an der Universität zu Köln.

Welche Leistungskurse hattest Du belegt? War die Wahl Interessen-, Lehrer- oder Notenbezogen?

Ich habe die Leistungskurse Deutsch und Geschichte belegt. Die Wahl war eine Kombination aus allen drei Faktoren. Die Fächer haben mir Spaß gemacht und die jeweiligen Lehrer waren in ihren Fächern genial.

Wie bist du zu diesem Studiengang/Beruf gekommen?

Das weiß ich nicht mehr genau, es war sehr viel Bauchgefühl dabei. Ich wollte ein vielseitiges Fach studieren, das fundiert ist und mich in meiner Berufswahl nicht einschränkt. Durch meine Arbeit mit Frau Vollmer, Mark Offermann und dem gesamten Standpunkt Team wusste ich, dass ich im Bereich Markengestaltung und Design arbeiten wollte – auch dazu passte das Studium sehr gut. Kurz bevor ich mich entscheiden musste, hatte ich die Gelegenheit, mit Professor Joachim Klewes, dem Gründer der Agentur Kohtes&Klewes / Ketchum Pleon, zu sprechen. Er empfahl mir dann Psychologie zu studieren.

Hast du dich schon früher, vor dem Studium, viel mit Psychologie beschäftigt?

Eher nein. Immer wo es möglich ist, beschäftige ich mich im Studium aber mit Werbe- und Markenpsychologie und damit hatte ich schon vor dem Studium viel zu tun. Besonders über Standpunkt und meiner Arbeit.

Welche Aspekte waren bei der Berufswahl für dich entscheidend?

Das wichtigste war definitiv meine Mitarbeit bei Standpunkt und die enge Zusammenarbeit mit meiner Lehrerin an vielen spannenden Projekten. Die Zusammenarbeit mit dem Team hat nicht nur Spaß gemacht, sondern war unglaublich lehrreich. Gleichzeitig habe ich über Standpunkt auch viele andere Menschen außerhalb der Schule kennengelernt.

Was interessiert dich besonders an deinem Studiengang/Beruf?

An meiner Arbeit interessiert mich am meisten die Vielfalt und Komplexität der Projekte, an denen ich mitwirken darf. Meine Kunden haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse und sind in ganz unterschiedlichen Branchen aktiv. Dabei kann ich analytisch und kreativ arbeiten und komme mit vielen Menschen in Kontakt.
An meinem Studium interessiert mich am meisten die thematisch breite Aufstellung und die enorme inhaltliche Vielfalt des Faches.

Wie hast du dir damals dieses Studium/Beruf vorgestellt? Haben sich deine Vorstellungen bewahrheitet?

Ich hatte kaum Erwartungen an das Studium, war aber zunächst enttäuscht, weil es im Bachelor sehr viel um das Auswendiglernen von Basiswissen geht.

Bist du mit deiner Studien-/Berufswahl und deinem Studium/Ausbildung zufrieden?

Ja! Aber trotzdem bin ich froh, wenn das Studium vorbei ist. Das Fach Psychologie würde ich aber jederzeit wieder wählen.

Welchen Bereich deines Studiums/deinerAusbildung/deines Berufes findest du besonders spannend?

Bei der Arbeit macht mir wirklich alles Freude. Aber eine Marke und ihr Erscheinungsbild ganz neu zu entwickeln, in Workshops mit Kunden zu arbeiten und dann zu sehen, wie die eigene Arbeit nach und nach digital und analog überall veröffentlicht wird, ist ein tolles Gefühl.
Am Studium fand ich die Vorlesungen in Werbe-, Konsum-, Personal- und Organisationspsychologie am spannendsten.

Welches Projekt fandest du in deinem Studium/Ausbildung/Beruf bisher am interessantesten?

Kein Projekt war bisher so cool und vielfältig wie die Entwicklung von Standpunkt. Nach einer langen Arbeitsphase ein gedrucktes Heft in der Hand zu halten und parallel mit digitalen Möglichkeiten zu experimentieren ist super.
Ein weiteres super interessantes Projekt war ein psychologisches Beratungsprojekt mit einer Bank, was leider streng geheim ist.
Danach kommt ein Start-Up aus Düsseldorf, das ich beim Launch einer Produktserie unterstützte. Vom Logo-Design bis zur Produktverpackung und Launch-Kampagne mit anderen Gründern zusammenzuarbeiten ist immer eine coole Erfahrung. Während meines Studiums musste ich außerdem zehn Wochen auf einer geschlossenen Station in einer Psychiatrie arbeiten. Auch, wenn das nicht mein Berufswunsch ist, war das eine sehr spannende Erfahrung.

Woran arbeitest du im Moment?

Mit meinem Büro entwickle ich das digitale Markendesign einer großen Rechtsanwaltskanzlei aus Düsseldorf neu. Das macht unglaublich viel Spaß und ist spannend.
Für die Uni arbeite ich an einem Referat über psychologische Personalentwicklung.

Welche Tipps würdest du Schülern und Schülerinnen bezüglich der Berufswahl geben ?

Macht viele Aktivitäten neben der Schule und probiert viel aus. Links und Rechts neben dem „normalen Weg“ zu schauen lohnt sich. Auslandsaufenthalte und außerordentliche Erfahrungen lohnen sich, obwohl man dafür etwas länger studieren muss.

Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Das weiß ich noch nicht. Nach dem Master möchte ich gerne promovieren und mit meinem Büro weiter wachsen. Aber spannendste Entwicklungen habe ich bisher nie geplant, also wer weiß was noch kommt.